Mac mini mit M6 und M5 Pro
Da hat Apple uns aber überrascht. Wir warten eigentlich auf die Einladung zum iPhone Event und Apple bringt einfach einen neuen Mac mini mit M6 und M5 Pro Chip.
TL;DR
M6 oder M5 Pro Chip • WLAN 7 • 2,5 Gbit Ethernet • satter Preisanstieg

Mac mini mit M6 Chip: Apples erster 2-Nanometer-Prozessor
Der M6 ist Apples erster Chip im 2-Nanometer-Verfahren und er kommt zuerst und vorerst exklusiv im Mac mini. Bei der neuen Fertigung steigt die Transistordichte an, während der Platzbedarf sinkt. Das sorgt für mehr Leistung bei gleichzeitiger Energieeffizienz. Bold move von Apple. Der M6 Chip hat eine 12-Core CPU (zwei Kerne mehr als beim M4), 12-Core GPU mit Neural Accelerators in jedem einzelnen Kern. Und erstmals gibt es eine komplett neue Dual 16-Core Neural Engine, also zwei Neural Engines statt einer. Seit dem A11 Bionic aus 2017 verbaut Apple die Hardware-Beschleuniger für Machine Learning in seinen SoCs. Da gab es noch nicht mal ChatGPT.
Was hast du davon? Laut Apple gibt’s bis zu 40 % schnellere CPU-Performance, bis zu 4-mal schnellere KI-Verarbeitung und doppelt so schnelle Grafik im Vergleich zum M4 Mac mini. Und die SSD-Geschwindigkeit soll sich verdoppelt haben. Da sehen wir den klaren Anwendungsfall: der Mac mini ist für lokale LLMs gedacht. Du wirst sogar schon beim Standard-Mac mini mit 16 GB RAM problemlos ein 4–9b Modell lokal nutzen können oder sogar noch mehr, wenn du ein MLX-LLM wählst.
Beim Speicher gibt’s ebenfalls ein kleines Upgrade: Standard bleibt bei 16 GB, aber die Bandbreite steigt von 120 auf 153 GB/s. Wer die Variante mit 24 oder 32 GB RAM konfiguriert, bekommt sogar 170 GB/s.
M5 Pro im Mac mini: noch mehr Power, aber kein neuer Chip
Den neuen 2026er Mac mini gibt es auch mit M5 Pro Chip, den kennen wir schon aus dem aktuellen MacBook Pro. Apple bietet dir bewusst zwei Generationen an. Das gab es schon beim Mac Studio mit M4 Max und M3 Ultra. Der Apple Silicon M5 Pro ist aber kein alter Chip, ganz im Gegenteil. Er bietet mehr CPU- und GPU-Kerne und unterstützt auch mehr RAM und SSD-Speicher als der M6. Das macht sich gerade bei Videoediting und 3D-Rendering und lokaler KI wirklich bemerkbar. Der M5 Pro ist aber halt auch noch mal teurer.
Mac mini M6 vs. M5 Pro im Überblick
| Mac mini M6 | Mac mini M5 Pro | |
|---|---|---|
| Prozessor (CPU) | 12-Core | 15- oder 18-Core |
| Grafikprozessor (GPU) | 12-Core Neural Accelerators | 16-Core oder 20-Core Neural Accelerators |
| Neural Engine | Dual 16-Core | 16-Core |
| Speicherbandbreite | bis zu 170 GB/s | 307 GB/s |
| RAM | 16 GB • 24 GB • 32 GB | 24 GB • 48 GB • 64 GB |
| SSD-Speicher | 256 GB • 512 GB 1 TB • 2 TB | 512 GB 1 TB • 2 TB • 4 TB • 8 TB |
| Anschlüsse | 3 x Thunderbolt 4 WLAN 7 Bluetooth 6 HDMI 2,5 Gbit • 10 Gbit Ethernet | 3 x Thunderbolt 5 WLAN 7 Bluetooth 6 HDMI 2,5 Gbit • 10 Gbit Ethernet |
| Maße H x B x T | 5,0 cm x 12,7 cm x 12,7 cm | 5,0 cm x 12,7 cm x 12,7 cm |
| Gewicht | 0,67 kg | 0,73 kg |
Anschlüsse beim neuen Mac mini 2026
Der neue Mac mini bekommt den N1 Chip von Apple für WLAN 7 und Bluetooth 6 und jetzt 2,5-Gbit-Ethernet. Du kannst gegen Aufpreis sogar auf 10 Gbit upgraden, wenn dein LAN das mitmacht. Vorne gibt’s weiterhin zwei USB-C-Anschlüsse mit USB-3-Speed und den Kopfhöreranschluss. Der Unterschied ist hinten: Der M6 Mac mini hat drei Thunderbolt-4-Anschlüsse, der M5 Pro drei Thunderbolt-5-Anschlüsse. Nur mit dem M5 Pro lassen sich mehrere Mac mini zu einem Cluster verbinden, damit größere KI-Modelle komplett lokal laufen. Das ist nerdy und ein bisschen zu teuer.
Was bleibt gleich zum Vorgängermodell?
Das Gehäuse bleibt unverändert und der Powerbutton ist weiterhin unten am Gehäuse. Das sorgte schon beim Vorgänger für jede Menge Kritik. Sonst bekommst du ein ziemliches Upgrade.
Preise: der Sprung von 699 auf 1.049 Euro
So, jetzt zum Teil, über den wir uns wahrscheinlich am meisten aufregen. Apple hatte es bereits angekündigt und zieht es jetzt beim Mac mini auch durch. Es gibt einen satten Preisanstieg. RAM und Chips sind knapp und werden es vermutlich auch eine ganze Weile noch bleiben. Aber das tut schon weh, der neue Mac mini mit 16 GB RAM startet bei 1.049 Euro. Das sind 350 Euro mehr als beim Vorgängermodell. Und 16 GB will man ja nicht wirklich haben, 24 GB ist schon Sweet Spot und eigentlich braucht man 32 GB für KI-Modelle.
| Mac mini 2026 | Apple Online Store |
|---|---|
| Mac mini • M6 • 16 GB • 256 GB | 1.049,- € |
| Mac mini • M6 • 24 GB • 256 GB | 1.269,- € |
| Mac mini • M6 • 32 GB • 256 GB | 1.489,- € |
| Mac mini • M5 Pro • 15/16 Core • 24 GB • 512 GB | 1.999,- € |
| Mac mini • M5 Pro • 18/20 Core • 48 GB • 512 GB | 2.879,- € |
Fazit: Lohnt sich jetzt der Kauf vom Mac mini 2026?
Der neue Mac mini ist technisch ein sauberes Upgrade. M6-Chip und M5 Pro sind gegenüber den M1-M3 Macs spürbarer Performance-Zuwächse durch die höhere Speicherbandbreite und SSD-Geschwindigkeit. Durch den ganzen KI-Hype um Agentic Coding und KI-Agenten wie Hermes oder OpenClaw sind Mac minis extrem beliebt. Einen günstigen Einstieg in die „Mac Welt“, die der Mac mini noch vor ein bis zwei Jahren möglich machte, gibt es mit dem 2026 Modell nun leider nicht. Wenn du noch keinen Mac hast, bleibt dann wohl nur der Griff zum MacBook Neo.
Kauft ihr euch einen Mac mini und was haltet ihr von der Preisentwicklung? Schreibt uns gerne sachlich in die Kommentare. 👇🏻
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