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Dienstag, 25. September 2018

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Digg — Google Reader sagt “goodby”: Teil 3

Kennt ihr noch Digg, einen der Pioniere im Social Web? Ihr konntet Links zu Blogbeiträgen und Artikeln bei Digg einreichen und mit dem „Digg it“-Button bewerten. 2012 übernahm Betaworks den Dienst und krempelten Digg komplett um.

Digg Reader Jetzt haben Betaworks aus New York einen RSS Reader gebaut und an das neue Digg angedockt. Wir hatten bereits die Digg Reader beta ausprobiert, seit dem Wochenende ist der Reader nun offiziell gestartet. Ihr müsst euch mit einem Twitter-, Facebook- oder Google-Account anmelden und eure Feeds importieren. Der Digg Reader steht euch im Web unter digg.com/reader oder in den iOS Apps für iPad und iPhone zur Verfügung. Der Import der Feeds und Ordnerstruktur hat prima geklappt, alles war direkt verfügbar.

Der Funktionsumfang des Digg Reader ist sehr übersichtlich. Als „Read Later“-Funktionen stehen Pocket, Readability und Instapaper zur Verfügung, Letzteres hat Betaworks ebenfalls vor Kurzem übernommen. Einzelne Feedbeiträge kann man mit dem „Digg-it“ Button bewerten, speichern oder via Twitter und Facebook sharen. Eine Liste der „Digg“- und „Saved“ Feeds kann zusätzlich öffentlich geteilt werden. Hier zeigt sich das Potenzial einer Social Community im Zusammenspiel mit einem RSS-Reader — User bringen Content auf die Plattform und bewerten diesen.

Digg Reader Das User Interface der iOS Apps und der Webansicht ist sehr schlicht aber durchaus schick, wie Digg.com im Allgemeinen. In den Apps gibt es nur eine Listenansicht für Feeds mit einem kleinen Vorschaubild, im Web stehen zwei Anzeigeoptionen zur Verfügung, eine Listenansicht als Text und eine Ansicht mit Bild und Anrisstext, da bietet Feedly beispielsweise mehr. Ungelesene Feeds haben eine fette Headline, das fällt kaum auf.

Der Digg Reader synct den Lesezustand und Feedabos zwischen Apps und Web, das klappt eigentlich auch ganz gut. Ich hatte mit ein paar Feedburner-Feeds Probleme, neue Artikel wurden nicht angezeigt. Wo genau das Problem liegt, konnte ich noch nicht ermitteln. Der Digg Reader bietet seinen Nutzern im Web aber noch ein cooles Feature — Tastaturkürzel. So kann man beispielsweise als Leser mit [j] zum nächsten Artikel springen oder mit [s] einen Artikel speichern. Dies ist ein richtiger Mehrwert gegenüber anderen.

Fazit:
Der Digg Reader ist in Ordnung und die Entwicklung geht vermutlich auch noch weiter. Die User Experience ist, beispielsweise im Vergleich zu Feedly, etwas getrübt und das Problem mit ein paar Feedabos hinterlässt ein unsicheres Gefühl. Man kann Digg durchaus nutzen, aber es gibt bessere Alternativen.

Link: Digg Reader

In den folgenden Blogposts berichte ich euch also über meine Erfahrung mit Feedly, Digg und Flipboard.


Teil 1: Google Reader sagt „goodby“
Teil 2: Feedly — Google Reader sagt „goodby“
Teil 3: Digg — Google Reader sagt „goodby“
Teil 4: Flipboard — Google Reader sagt “goodby”

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