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Mittwoch, 17. Oktober 2018

iPadblogzine ist ein Blog und Magazin rund um das iPad und digitale Kultur.

Ein Rückblick auf 2010

Was für ein Jahr? Gefühlt, dass ereignisreichste Jahr in Apples Firmengeschichte. iPad, Core i-Prozessoren im MacBook Pro, Unibody Mac mini, iPhone 4 und iPod touch 4G, Apple TV und neues MacBook Air mit 11- und 13-Zoll Display und dann die Beatles im iTunes Music Store und die Diskussionen um das neue iTunes 10 Icon. In jedem Fall beweist Apple in diesem Jahr seine enorme Innovationskraft und Wandlungsfähigkeit. Wir konzentrieren uns in unserem Jahresrückblick auf das iPad, der Name ist ja schließlich Programm. Das iPad ist da! Mit dem Verkaufsstart des iPads in diesem Jahr etablierte Apple eine neue Geräteklasse und versetzte die Konkurrenz in Schockstarre – gibt es denn überhaupt ernsthafte konkurrierende Geräte? Nein – und das bis heute nicht! Mit dem früh angekündigten Update auf iOS 4.2 im November ergänzte Apple zudem das Betriebssystem auf dem iPad um viele nützliche Features mit denen wir eigentlich schon zum Verkaufsstart gerechnet hatten. Schnell zeigte sich: Das iPad ist weit mehr als ein großes iPhone, wie es die (immer noch geschockte) Konkurrenz gerne propagiert. Das iPad ist für viele Menschen ein Medienkonsumgerät und für eine kleine Gruppe von Digital Natives auch ein Produktionsgerät. In jedem Fall verändert es das Nutzungsverhalten und den Medienkonsum im Internet und (irgendwann hoffentlich auch) Verlagswesen. Das iPad entfesselte einen Hype in der Kommunikationsbranche. Webseiten wurden für das iPad optimiert und eine Reihe von touchbasierten WebApps konkurrieren heute mit nativen Apps auf dem Mac und PC. Die Automobilindustrie, allen voran BMW, Mercedes-Benz und Audi waren die wirklichen Vorreiter des digitalen Publishings und veröffentlichten innovative Katalogkonzepte und Kundenmagazine im App Store. Ups! Digitales Publishing – das Reizwort des Jahres für mich. Die angekündigte Medienrevolution im Verlagswesen blieb aus. Gerade deutsche Verlage enttäuschten mit ihren digitalen Magazinen. Viele Publikationen sind PDF-Versionen der Printausgabe oder hakelige unfertige Reader Apps (c’t Magazin). Es gibt aber auch Ausnahmen (Frankfurter Rundschau, Brand eins). Im Bereich Digital Publishing haben sich bisher zwei Softwarelösungen etabliert, Adobes Digital Publishing Suite (WIRED) und WoodWings Digital Magazine Tools (Frankfurter Rundschau). Das Problem besteht aber darin, dass diese Tools klassische Layoutprogramme für Print einsetzen. Wirklich innovative Magazinkonzepte auf dem iPad habe ich noch nicht gesehen und meiner Meinung nach sind diese auch nur mit Webtechnologien wie HTML5 und CSS3 umzusetzen. Apps wie Flipboard*(Affiliate Link), TweetMag*(Affiliate Link) oder Pulp*(Affiliate Link) stehen stellvertretend für innovative Konzeptideen. Die Apps bereiten die Streams der Social Community Dienste Twitter, Flickr und Facebook in magazinähnlicher Form auf und schöpfen das Potenzial des iPads deutlich besser aus. Bei aller Euphorie, das iPad und Öko-System iTunes haben auch ihre Schattenseiten. Das iPad benötigt bei der ersten Inbetriebnahme einen Computer (Mac oder PC). Das ist völlig unverständlich, denn so ist es nicht möglich, das Gerät als alleiniges Device in einem Haushalt zu nutzen und ich kenne eine Menge Leute, für die es als „einziger Computer“ völlig ausreichend wäre. Warum iOS nicht mehrere Benutzer unterstützt erschließt sich mir ebenfalls noch nicht, basiert es doch, wie Mac OS X, auf Darwin.

Wagen wir zu guter Letzt noch einen Ausblick auf 2011.
Das iPad 2 kommt – ganz bestimmt. Die Frontkamera für FaceTime ist so gut wie sicher, ebenfalls mehr RAM und eine neue ARM-Prozessor Generation. Die Gerüchteküche brodelt schon heftig und in den kommenden Wochen wissen wir sicherlich mehr. Wir wünschen uns, dass das iPad als „Standalone Gerät“ nutzbar wird und das Backup der Daten über MobileMe zuverlässig funktioniert. Ein iTunes Streaming Dienst und AirPlay-Unterstützung zwischen iOS-Devices rundet die Wunschliste Appleseitig ab. Im Bereich Digital Publishing freuen wir uns auf wirklich innovative Magazinideen von deutschen Verlagen. Wir wünschen Euch einen guten Start ins neue Jahr und hoffen ihr bleibt uns treu.

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