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Dienstag, 17. Juli 2018

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Apple stellt neuen Abo-Service vor

Es wurde viel darüber spekuliert und geschrieben – nun stellt Apple den neuen Abo-Service für App Store Inhalte vor.

Der Abo-Service steht allen Anbietern von Apps zur Verfügung, macht aber vor allem bei Magazin- und Zeitschrifteninhalten Sinn. Die Laufzeit der Abos scheint kundenfreundlich gestaltet, Apple schlägt Anbietern wöchentliche, monatliche, zweimonatliche, viertel-, halb- oder jährliche Vertragslaufzeiten vor – bleibt abzuwarten ob die Verlagshäuser ebenfalls so kundenfreundlich denken. Die Abos werden direkt in den Apps abgeschlossen und können auf der persönlichen Account-Seite verwaltet werden.

Als eine der ersten deutschen Apps bietet die AUTO BILD den Abo-Service in ihrer App an. Ein Jahresabo der iPad-Version kostet 79,99 Euro und ist damit 3,49 Euro teurer als die Print-Ausgabe (76,50 Euro) – völlig unverständlich für mich.

Entgegen vieler Spekulationen in der Gerüchteküche scheint Apples neues Abo-Modell somit nicht ein Update auf iOS 4.3 vorauszusetzen.


Bild: PAGE App – noch ohne Abo-Service

Viel Kritik an Apples App Store Politik gab es seitens der Medienindustrie in den letzten Wochen zu lesen. Apple verlangt nicht nur bei App-Käufen und In-App-Käufen 30% des Umsatzes, sondern nun auch bei Abo-Abschlüssen innerhalb des App Stores. Wo ist das Problem, liebe Verleger? Ihr nutzt ein ausgezeichnetes „Mobiles Öko-System“, mit hohem Kundenpotential und habt weiterhin die Möglichkeit der Neukundengewinnung über einen eigenen Abo-Service.

Zitat aus der Apple Pressemitteilung:
„…Verlage, die den Abonnements-Dienst von Apple in ihrer App nutzen, können selbstverständlich auch andere Methoden außerhalb der App dazu einsetzen, Abonnenten von digitalen Inhalten zu gewinnen. Beispielsweise können Verlage ihre digitalen Abonnements über ihre Webseiten verkaufen oder sie können entscheiden, bereits bestehenden Abonnenten einen freien Zugang zu gewähren. Da Apple in diese Transaktionen nicht eingebunden ist, kommt es hierbei weder zu einem Teilen der Umsätze noch zu einem Austausch von Kundendaten mit Apple…“

Ein weiteres strittiges Diskussionsthema war der Zugriff der Verlage auf Kundendaten. Die Medienindustrie verlangt von Apple den Zugriff auf alle Kontaktdaten eines Abo-Kunden inklusive Kreditkarteninformationen – geht’s noch frage ich mich da als User? Mit welcher Berechtigung? Apples derzeitige “Opt-in“-Lösung, bei der die Kunden entscheiden können ob der Verlag Name, E-Mail und Postleitzahl übermittelt bekommt, scheint den Medienvertretern nicht zu genügen.

Die Verlage sollten sich lieber auf innovative Lösungen für digitale Magazine und Zeitschriften konzentrieren und anfangen die User zu begeistern. Viele Apps sind derzeit einfach nicht überzeugend und portieren einfach das Printlayout auf das iPad oder sind hakelige unfertige Reader Apps.

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